Geschäftskontext und Ziel
Die Validierung von Angeboten vor deren Übermittlung an den Kunden gewährleistet die Konformität und Qualität der versandten Geschäftsvorschläge. Dieser Prozess stützt sich auf zwei ergänzende Berechtigungen, die festlegen, wer Angebote validieren und wer diese ohne vorherige Validierung versenden darf.
🎯 Geschäftsziel: Etablierung einer Qualitätskontrolle für Angebote vor ihrer Übermittlung an Kunden, während für bestimmte Benutzerprofile Flexibilität erhalten bleibt.
Architektur und betroffene Berechtigungen
Der Angebotsvalidierungsworkflow basiert auf zwei Business-Berechtigungen:
Berechtigung 1: "ANGEBOT: Erlauben, Vorschläge zu validieren/invalidieren"
Diese Berechtigung bestimmt wer ein Angebot validieren oder invalidieren kann.
• Zugriffspfad: Konfiguration > Furious-Konfiguration > Berechtigungsmanagement > Business
• Betroffene Benutzer: In der Regel Manager, die Geschäftsleitung oder Vertriebsleiter
Berechtigung 2: "ANGEBOT: Erlauben, Vorschläge ohne Validierung zu versenden"
Diese Berechtigung bestimmt wer ein Angebot versenden oder herunterladen kann, ohne dass es validiert wurde.
• Zugriffspfad: Konfiguration > Furious-Konfiguration > Berechtigungsmanagement > Business
• Verhalten:
Wenn der Benutzer diese Berechtigung hat: Er kann ein nicht validiertes Angebot herunterladen und versenden
• Wenn der Benutzer diese Berechtigung NICHT hat: Er kann ein Angebot weder herunterladen noch versenden, solange es nicht von einer autorisierten Person validiert wurde
Schritte beim Validierungsworkflow
Schritt 1 — Erstellung oder Änderung eines Angebots
Wenn ein Benutzer ein Angebot erstellt oder ändert:
• Das Angebot wird automatisch als "nicht validiert" markiert
• Die Aktionen "Angebot versenden" und "PDF herunterladen" sind gesperrt für Benutzer ohne die Berechtigung zum Versand ohne Validierung
⚠️ Achtung: Jede Änderung an einem validierten Angebot setzt dessen Status automatisch auf "nicht validiert" zurück. Es muss erneut validiert werden, bevor es versendet wird.
Schritt 2 — Anforderung der Validierung
Um ein Angebot zur Validierung einzureichen, sind mehrere Methoden möglich:
Empfohlene Methode: Über die Angebots-Pipeline-Spalten
• Erstellen Sie eine dedizierte Statusspalte in Ihrer Angebots-Pipeline (z.B.: "Zu validieren", "Warten auf Validierung")
• Verschieben Sie das Angebot in diese Spalte
• Konfigurieren Sie eine automatische Benachrichtigung über das Ereignis "Angebot: Statusänderung", um die Validierer zu benachrichtigen
💡 Hinweis: Durch die Verknüpfung dieser Spalte mit dem Ereignis "Angebot: Statusänderung" können Sie automatisch eine E-Mail-Benachrichtigung an die Personen senden, die die Validierungsberechtigung haben.
Andere Methode: Die Post-its
• Verwenden Sie die Post-its im Angebot, um eine Validierungsanforderung zu signalisieren
Schritt 3 — Validierung oder Invalidierung des Angebots
Die Benutzer, die die Berechtigung "ANGEBOT: Erlauben, Vorschläge zu validieren/invalidieren" haben, können:
• Das Angebot validieren: Es kann dann von allen betroffenen Benutzern heruntergeladen und versendet werden
• Das Angebot invalidieren: Es wird wieder in den Status "nicht validiert" versetzt und kann nicht versendet werden
• Änderungen anfordern: Vor der Validierung per Post-it oder Kommentar
Schritt 4 — Versand oder Herunterladen des Angebots
Sobald das Angebot validiert ist:
• Alle berechtigten Benutzer können es an den Kunden senden oder herunterladen
• Das Angebot behält seinen "validiert"-Status bei, solange es nicht geändert wird
Sonderfall: Gewonnene Angebote
Angebote im Status "gewonnen" gelten automatisch als validiert und können heruntergeladen und exportiert werden, auch wenn der Validierungsworkflow nicht befolgt wurde.
Dieses Verhalten soll die Projekterstellung und den Start der operativen Tätigkeiten nicht blockieren.
Best Practices und Beispiele
Beispiel für eine Standardkonfiguration
Fall 1: Strikte Validierung für alle Vertriebsmitarbeiter
• Berechtigung "Erlauben, zu validieren/invalidieren" → Manager + Geschäftsleitung
• Berechtigung "Erlauben, ohne Validierung zu versenden" → Niemand (außer Manager und Geschäftsleitung)
• Ergebnis: Alle Angebote müssen vor dem Versand validiert werden
Fall 2: Validierung nur für hohe Beträge
• Berechtigung "Erlauben, zu validieren/invalidieren" → Manager + Geschäftsleitung
• Berechtigung "Erlauben, ohne Validierung zu versenden" → Senior-Vertriebler
• Ergebnis: Senioren können ohne Validierung versenden, Junioren müssen validieren lassen
Weiterführende Informationen
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